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Bilanz und Perspektiven: 10 Jahre Praxissemester in der Ausbildungsregion der Bergischen Universität

25.11.2022|13:19 Uhr

Das Praxissemester im Studiengang Master of Education bietet Studierenden die Möglichkeit, die theoretischen Wissensbestände aus dem Studium in eine berufsvorbereitende Praxiserfahrung zu integrieren. Vor zehn Jahren wurde das Studienelement in den Lehrplan aufgenommen, seitdem kooperiert die Bergische Universität Wuppertal in diesem Rahmen mit den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) sowie den umliegenden Schulen. Zum Anlass des zehnjährigen Jubiläums fand am 22. November die Tagung „10 Jahre Praxissemester in der Ausbildungsregion der Bergischen Universität“ statt.

Dr. Simon Görtz, Leiter des Dezernats für Studium, Lehre und Qualitätsmanagement an der Bergischen Uni, blickte zu Beginn der Veranstaltung auf die Meilensteine des Praxissemesters zurück.

Zentrales Anliegen der Tagung war es, die Strukturen und Zusammenarbeit des Kooperationsnetzwerks in den Blick zu nehmen sowie Perspektiven für deren Weiterentwicklung zu diskutieren. Die enge Kooperation zwischen den beteiligten Institutionen sei wichtig, um theorie-, praxis- und reflexionsorientierte Anteile der Lernangebote für die Studierenden sinnvoll aufeinander abzustimmen, so die Organisator*innen.

Eine wichtige Rolle kommt dabei den Fach-Arbeitsgruppen zu: In ihnen arbeiten Lehrende der Universität, Fachleitungen der ZfsL und Lehrer*innen zusammen, um sich über institutionelle Grenzen hinweg zu Fragen der Betreuung von Studierenden und zur fachlichen Weiterentwicklung der Vorbereitungs- und Begleitseminare auszutauschen.

Jubiläumstagung

Nach einem Rückblick auf die Meilensteine der letzten zehn Jahre, bei der auch neu hinzugekommene Kolleg*innen einen guten Eindruck von der Entwicklung des Studienelements Praxissemester erhielten, stellten drei Fach-Arbeitsgruppen ihre Netzwerkarbeit vor. Außerdem stellte Dr. Judith Schellenbach-Zell von der Bergischen Universität am Beispiel von sogenannten Kernpraktiken des Lehrer*innenberufs vor, wie das  Expert*innenwissen unterschiedlicher Institutionen sichtbar und für ein in sich stimmiges Lernangebot der Studierenden nutzbar gemacht werden kann.

In den Berichten wurde zudem deutlich, dass bestimmte Aspekte – unabhängig vom Schulfach – für alle Arbeitsgruppen relevant sind: „Gemeinsame Herausforderungen bestehen beispielsweise in der Weiterentwicklung der Netzwerkarbeit, insbesondere da Mitglieder häufig wechseln oder Kommunikationsstrukturen noch nicht ausreichend etabliert sind“, erklärt Dr. Eva Parusel aus dem Leitungsteam des Servicebereichs der School of Education an der Bergischen Universität. Dies, so auch die Teilnehmenden, erschwere die Weitergabe von Konzepten und Ideen an die mehr als 700 Schulen der Kooperationsregion, die Fachkolleg*innen und insbesondere die Mentor*innen der Studierenden. Abhilfe sollen dabei eigens entworfene Flyer schaffen. „Die Flyer zum Praxissemester wurden als ein guter erster Schritt bewertet. Es gilt jedoch, weitere Instrumente der Netzwerkkommunikation zu erproben und zu entwickeln“, so Dr. Parusel. Die Tagung habe dazu in gewinnbringender Weise beigetragen.

Die Tagung wurde mit Mitteln des Projektes KolBi finanziert: Das Vorhaben „Kohärenz in der Lehrerbildung (KoLBi)“ wird im Rahmen der gemeinsamen Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert (FKZ 01JA1807).

Kontakt:
Prof. Dr. Vivien Heller
Stellvertretende Vorsitzende des Gemeinsamen Studienausschusses (GSA)
Telefon 0202 439-2388
E-Mail vheller[at]uni-wuppertal.de

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